Gemeinden sind Teil des Gemeinschaftsbundes

Am 27. und 28.8. 2021 hat sich der Vorstand des GB in Braunfels getroffen. In dieser sehr intensiven Zeit von Gebet und Beratung ging es auch noch einmal um das Thema „Gemeinde-Eintritte“ in den GB. Nachdem die SJK einen Antrag an die Zentralkonferenz 2022 verabschiedet hatte, dass diese keine Gemeinde-Eintritte ermöglichen sollte, flackert die Diskussion über dieses Thema immer wieder auf. Wir als Vorstand des GB sehen einerseits nach wie vor die absolute Notwendigkeit, beim Beschluss des Runden Tisches (mit Gemeindeeintritten) zu bleiben – sehen jetzt aber gerade keinen Handlungsbedarf, weil die derzeitige Rechtslage in der Kirche einen Beitritt von Gemeinden nach wie vor erlaubt. Inzwischen sind auch weitere Gemeinden beigetreten.

Diese Gedanken wurden von Pastor Andreas Hertig (Bild) bei der OJK 2021 bekräftigt. Wir geben es hier im Wortlaut weiter:

„Die EmK versteht sich als eine Kirche der Vielfalt, die nicht auf ein bestimmtes Verständnis der biblischen Botschaft festgelegt ist, sondern weiten Raum für unterschiedliche Auffassungen auf dem Boden einer gemeinsamen Basis geben möchte. Die Theologischen Grundsätze des Gemeinschaftsbundes verstehen sich als eine dieser Stimmen in der Vielfalt von Stimmen in unserer Kirche. Da sie sich als eine Sicht des Glaubens im Gesamten unserer Kirche verorten, ist es folgerichtig, dass sich auch Gemeinden dieser Sicht anschließen können. Die Vielfalt der Kirche darf sich nicht nur individuell, sondern muss sich auch auf Gemeindeebene widerspiegeln.

Der Gemeinschaftsbund ist keine Sammlung von einzelnen Gleichgesinnten, sondern die Eröffnung eines Lebens-„Raumes“ in unserer Kirche für Geschwister mit bestimmten theologischen Überzeugungen, der als solcher auch für Gemeinden offen ist. So ist er vom Runden Tisch entwickelt und vom Kirchenvorstand befürwortet worden. Die Verweigerung der Mitgliedschaft von Gemeinden würde diesen Raum bis zur Unkenntlichkeit entstellen.

Genauso wie Gemeinden, die mehrheitlich die Öffnung der Kirchenordnung befürworten, diese Überzeugung leben können, sollte unsere Toleranz so weit gehen, dass diese geistliche Heimat in der Ortsgemeinde auch Gemeinden mit einer konservativen Glaubensfarbe in unserer Kirche leben dürfen. Alles andere wäre eine Diskriminierung dieser Gemeinden und das deutliche Signal, dass man sie nicht wirklich als eine Bereicherung ansieht und in unserer Kirche halten möchte.

2 Kommentare zu „Gemeinden sind Teil des Gemeinschaftsbundes“

  1. Wo denn etwa haben sich Gemeinden, „die mehrheitlich die Öffnung der Kirchenordnng befürworten,“ in einem Bund innerhalb der Emk zusammengeschlossen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass du dir das wiklich wünschst. Lieber Andreas, da hast du dir einen Pappkameraden aufgebaut.

  2. Lieber Hartmut! Es war am Runden Tisch ernsthaft als Option im Gespräch, dass sich neben dem Gemeinschaftsbund auch ein „liberaler“ Gemeindebund gründet. Dafür sah jedoch niemand die Notwendigkeit, weil seit dem grundsätzlichen Beschluss des deutschen Kirchenvorstandes vom März 2019 klar war, dass grundsätzlich die Ordnung der Kirche in den strittigen Fragen geöffnet wird.
    Die Vielfalt in unserer Kirche ist groß und wird oft gepriesen – auch wir im Gemeinschaftsbund sind ein Teil davon, der die Kirche bereichert!

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