Passion: „Bereit sein, wie Jesus vor der Türe der Stadt zu stehen.“

 „So starb auch Jesus außerhalb der Stadt, um durch sein Blut die Menschen von ihrer Schuld zu befreien.“

Hebr 13:12

Manchmal werden wir ausgeschlossen und vor die Türe der Gesellschaft gestellt.

28 Mitarbeitende aus EmK-Gemeinden ließen sich zu einer Kurzfreizeit ins Gebetshaus Augsburg einladen. In den zwei Stunden des Gesprächs mit Dr.Johannes Hartl wurden einige Fragen besprochen, die wir hier auch durch einige Beiträge weiter geben möchten. Da wir in der Passionszeit sind, beginnen wir heute mit der aufgekommenen Frage, wie das Team des Gebetshauses mit Angriffen von außen umgeht. Daran mangelt es nicht – allein in großen Medien hat es laut dieses Podcast` acht negative Berichte gegeben – kulminierend in der ARD- Sendung „Die hippen Missionare – Mit Jesus gegen die Freiheit?“

Johannes Hartl antwortete zum Umgang mit solchen Anschuldigungen, dass sie den Menschen zuerst mit Liebe begegnen. Und diese ereignet sich in der Annahme von einem Menschen mit einer anderen Meinung.
Das heißt nicht, ihnen in ihrer Meinung einfach recht zu geben, um als Christ „nett“ zu sein als Christ: „Liebe ist nicht per se „Nett sein“ . Die Annahme des Gegenübers ist viel tiefer als etikettierte Nettigkeit. Wir sollten nach außen liebevoll sein, aber immer klar.

Wir stehen nicht alleine vor dem Tor

„Es tut weh, von anderen gemieden zu werden, weil Gott uns zu den sozialsten Wesen des Planeten gemacht hat“, so der Gründer des Gebetshauses. Aber es hilft nichts, es ist unser Job als Christen, auch alleingelassen zu werden: „So starb auch Jesus außerhalb der Stadt, um durch sein Blut die Menschen von ihrer Schuld zu befreien.“ (Hebr 13:12).

„Dabei bestehen aber die beiden Gefahren, hart oder entmutigt zu werden. Richtig: Der Weg dazwischen: In die Liebe Christi fliehen.“ So beschrieb es Johannes Hartl. Und der Hebräertext macht uns dazu auf einzigartige Weise Mut: Denn Jesus stand nicht nur vor den Toren der Stadt, sondern er starb dort. Er hing am Kreuz. Wenn er dadurch zur Menschheit, die ihn ans Kreuz gebracht hat, so viel Liebe erweist, dann ist das für mich eine Ermutigung, auch im schmerzhaften Ausgeschlossensein oder Missverstandenwerden; in Mutmassungen, Verdrehungen und ideoligisierten Verleumdungen weiter die Menschen anzunehmen – eben in diese konsequente „Liebe Christi zu fliehen“, um selbst zu dieser Annahme der Menschen zu kommen, die mir gegenüberstehen.

Mutig voran im Glauben

Pastorin Heidrun Hertig hat dies bei unserem Treffen weitergeführt, und damit soll dieser kleine „Bibel live“-Beitrag enden: „Jünger sollten weiter mutig auf andere zugehen und mit ihnen leben“ – weil genau das auch die Botschaft des GB ist (Mutig vorangehen) – statt uns ängstlich vor Begegnungen zu drücken – und damit dann keinen anderen anschauen und annehmen können. Mut zum Dialog, zum Hören, zum klaren Aussprechen meiner Meinung. Vorwärts und nicht im Rückwärtsgang.

So ermutigt uns denn auch der Hebräerbrief in den folgenden Versen ganz konkret, persönlich und aktuell: 13 Lasst uns also zu ihm hinausgehen, vor das Lager, und die Schande ertragen, die auch er getragen hat! 14 Denn hier auf der Erde haben wir keine Heimat. Unsere Sehnsucht gilt jener künftigen Stadt, zu der wir unterwegs sind.

Das folgende Bild mag dazu Mut machen: Wenn wir uns aus der Deckung wagen, dann werden wir auch dieses Kreuz der Liebe über unserem Land ausbreiten können. Das ist eine Deutung des Kunstwerkes hinter dem Kreuz. Vielleicht ist es auch ein Baum, der aus unserer Liebe wächst, wenn wir mutig in der Liebe vorangehen?
Dieses Bild stammt aus dem Gebetsraum im Gebetshaus Augsburg, von wo es auch 24/7 einen Livestream gibt. Wo sich Menschen vor dem Heiligen Geist ausbreiten, um sich zurüsten zu lassen – auch zur mutigen Liebe.

Hinweis: Das Beitragsbild oben stammt aus dem Stillen Raum des Gebetshauses, dem „Oratorium“. Einzig ein goldener corpus Christi in einem dunklen Raum. Fokussierung auf das Wesentliche.

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