Neues Jahr – neuer Auftrag?

In etlichen Medien wurde in der letzten Zeit berichtet, dass die Hirnentwicklung des Menschen etwa im Alter von 9/32/66/83 Jahren entscheidende Wendepunkte erreicht . Als ich im Rundfunk von der ersten Phase hörte, wo sich bis zum neunten Lebensjahr entscheidende Verknüpfungen im Hirn ausbilden (Synapsen), wurde ich hellhörig. Hier wird quasi aussortiert, welche „Verbindungskabel“ fürs Leben besonders benötigt werden.

Jesus hat gerade auf die Altersgruppe der Kindheit großen Wert gelegt. Er will Kinder davor bewahren, allein aufzuwachsen (Mt 19,6), er hat sie in diesem Zusammenhang gesegnet (Mt 19:15) und möchte uns bewahren, der materiellen Vorsorge den Vorzug zu geben (Mt 19:16ff). Und Jesus vergleicht Christen, denen es nicht gut geht, mit den „Kleinen“ – und findet drastische Worte für irgendwelche Beeinträchtigung der Kleinen: „Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.“ Mk 9,42 

Es ist eine Altersgruppe, die unseres Schutzes bedarf – und offenbar ist die Kindheit eine Zeit, in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Wir erlebten in den letzten Jahren, dass unseren Kindern Angebote gemacht werden, die ihre weitere Zukunft deutlich prägen können: Angefangen von der unerwünschten Haschischraucherei (ein Zwölfjähriger berichtete mir, dass alle anderen Jungs in der Klasse Cannabis rauchten) bis hin zur erwünschten Frühsexualisierung: Wo die Synapsen der Kinder künstlich und bewusst so beeinflusst werden, wie es in ihrem natürlichen Leben nicht vorkäme. Damit werden sie geprägt – und sie haben oft kindliches Vertrauen, dass alle Zusammenhänge, die ihnen Erwachsene beibringen, gut sind – und speichern diese Verbindungen als „relevant“ ab. Was das für die Entwicklung der Kinder bedeuten kann, hat die 100jährige Kinder-Psychotherpeutin Christa Meves schon seit Jahren eindrucksvoll herausgearbeitet – und immer mehr Stimmen warnen davor.

Kann es unser Auftrag sein, hier einzuhaken und zu widersprechen? Ist es unsere Aufgabe, Menschen die Sicht der Bibel zu diesem Thema, nämlich den Schutz der Kinder vor unpassenden Einflüssen, zu warnen? Sollten wir uns einmischen?
Wenn Jesus uns den bekannten Auftrag in Mk 16:15 gibt: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ – dann kann doch unsere Sicht der Dinge über Kinder, ihren Schutz und der gesunden Schöpfungsordnung Gottes auch ein Teil dieses Evangeliums, der GUTEN Botschaft sein, Gottes guten Willen für Kinder, Menschheit und Bevölkerungsentwicklung weiter zu sagen. Vielleicht ist dies auch ein Aufhänger für ein Glaubensgespräch mit einem Menschen, der Gott noch nicht kennt? Denn: Diese existentiellen Fragen von Familie und auch Sexualität interessieren doch – mindestens im Hintergrund – eigentlich alle Menschen.

Wir haben die Herausforderung vor Augen, uns für die gesunde Entwicklung der Kinder einzusetzen.
Wir haben ein gutes Wort – nämlich das Handbuch von Gott für diesen Lebensbereich.
Wir haben den Mut, das anzusprechen.

Habe ich diesen Mut?
Wenn nicht, kann das Motto des Gemeinschaftsbundes dabei helfen:
„Mutig voran im Glauben“ :
In dem Glauben, dem Vertrauen, dass Gott in meinen mutigen Worten ist.
Das Vertrauen, dass er diese Worte segnet.
Das Wissen: Ich bin nicht der einzige, der diese Meinung vertritt. Andere sind mit mir auf dem Weg, wie es unser GB-Titelfoto zeigt:

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