Das CREDO – die EmK im Herzen der Stadt Ebersbach an der Fils

Von Lilli Ell, Ebersbach

Das Glaubensbekenntnis mitten unter den Menschen: „Credo“ – zu deutsch: „Ich glaube“
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Im Zentrum, da wo die Ebersbacher einkaufen gehen, ihre Bankgeschäfte erledigen oder bei schönem Wetter sich treffen, da wurde von der Evangelisch-methodistischen Gemeinde ein modernes, sehr ansprechendes Gemeindezentrum gebaut.


Mit seiner frischen Fassade und dem Glaubensbekenntnis, gut lesbar und prominent platziert, wirkt es einladend auf jede und jeden, die vorbeikommen. Gleichzeitig wird sofort sichtbar, dass es sich um ein geistliches Zentrum handelt. Auf der Rückseite hängt ein Banner, das zum sonntäglichen Gottesdienst einlädt.

Mut zur Multifunktion eines Kirchbaus

Vor gut sieben Jahren konnte das Gemeindezentrum seiner Bestimmung übergeben werden. Im Herzen der weltlichen Gemeinde sollte es auch geöffnet sein für Veranstaltungen der Stadt Ebersbach und der Vereine. Dazu diente einerseits die Öffnung für alle möglichen Veranstaltungsformate, zu denen die Öffentlichkeit eingeladen wurde, auch kann das Zentrum angemietet werden für private Feiern, Feste und Veranstaltungen der Stadt Ebersbach. Die eigens dafür geschaffene Aufgabe eines Veranstaltungsmanagers koordiniert alle Veranstaltungen, die das ganze Jahr über gerne angenommen werden. Ein besonders ansprechendes Format ist die Möglichkeit eines Trauercafés in der tröstlichen Atmosphäre des Gemeindezentrums. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Begegnungen für die Gemeinde.

In der Mitte: Die Bibel mit ihren einsatzbereiten Botschaftern

Das CREDO ist eine dynamische Gemeinde, die sonntäglichen Gottesdienste sind sehr gut besucht und auch die gemeindlichen Veranstaltungen während der Woche werden von Alt und Jung gut angenommen. Es fällt auf, dass die Gemeinde über viele Menschen verfügt, die sich bereitwillig zu allen möglichen Diensten einbringen.

Besonders wichtig ist die klare Ausrichtung des CREDO auf die biblische Botschaft, die in das Leben der heutigen Menschen aktuell hineingesprochen werden soll. Vor etwa zwei Jahren haben die Gemeinde und einzelne Mitglieder beschlossen, dass sie dem Gemeinschaftsbund angehören wollen, um eine klare Ausrichtung zu haben, die durch diesen Beitritt dokumentiert werden sollte. Es ging der Gemeinde darum, deutlich zu machen, dass sie ihr Gemeindeleben auf der Grundlage der Bibel ausrichten wollen und eine klare Position in Fragen zu Abtreibung, Homosexualität, Gendern und anderen Themen zu beziehen. Dieser Prozess wurde nicht aufoktroyiert, sondern es fanden Diskussionsrunden und persönliche Austausche statt bis zu einem klaren Votum für den Gemeinschaftsbund.

„Es ging der Gemeinde darum, deutlich zu machen, dass sie ihr Gemeindeleben auf der Grundlage der Bibel ausrichten wollen.“

Schon zweimal konnten wir im CREDO auch Gastgeber für die im zweijährigen Turnus stattfindenden Glaubenstage sein. Dabei konnten wir im CREDO viele Gäste aus den unterschiedlichsten Gegenden in Deutschland begrüßen und deutlich machen, dass wir offen für die unterschiedlichsten Menschen sind. Diese Offenheit spiegelt sich auch in unserer Kinder- und Jugendarbeit wieder, wo wir zwar nicht die Massen ansprechen, aber doch auch ganz unterschiedlichen Kindern und Jugendlichen einen Raum geben, Jesus zu begegnen und sich geistlich zu entfalten. Besonders in dem eher diakonisch ausgerichteten Nachhilfeprojekt „Ich pack’s“ erreichen wir eine ganze Reihe von Kindern und Jugendlichen aus muslimischen Elternhäusern, bei unserem Mittagessen, das wir für alle im Gebäudeteil Doppelpunkt alle sechs Wochen anbieten, kommen regelmäßig auch Menschen aus der Stadt Ebersbach, die die christliche Atmosphäre mit kurzer Andacht, Tischgebet, Tischgemeinschaft und vor allem das exzellente Essen schätzen.

Gut aufgehoben im GB – mit der Bitte um Gebet

Im letzten Jahr trat Frank Mader, Pastor der EmK, seinen Dienst im CREDO an. Er unterstützt die Mitgliedschaft im Gemeinschaftsbund und hat in seinem ersten Dienstjahr eine ganze Reihe von Neuerungen eingeführt, die er zum Teil gemeinsam mit seiner Frau Claudia verantwortet.

Das CREDO fühlt sich im Gemeinschaftsbund gut aufgehoben und ist dankbar für die vielen Beziehungen, die bei den Glaubenstagen schon entstanden sind, bundesweite Gemeinschaft, die uns mit vielen in unserem Land verbindet.

Was wir uns noch wünschen: Wir sind dankbar für alle, die im CREDO ihren Platz gefunden haben. Allerdings fehlt wie in vielen Gemeinden altersgemäß der Mittelbau, sprich die jungen Familien mit jüngeren Kindern, die in das Gemeindeleben hineinwachsen und für Dynamik, Frische und Belebung sorgen. Das ist unser Gebet, dass Gott Türen öffnet in diese Richtung.

Bilder: Reinhold Müller, Ebersbach

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