Von Pastor Steffen Klug, Leitungsteam des Gemeinschaftsbundes der EmK
Aus den Popkanälen im Radio hören wir nicht selten die Zeile: „Words – don′t come easy to me“. Ein fast schon klassischer Song von F.R. David aus dem Jahr 1982. Was dort der Beginn eines Liebesliedes ist, kann für uns Christen ein Weckruf sein, Worte sorgfältig wert zu schätzen: Worte, die ich von Gott höre und die ich an Gott richte – und die dann auch mein Reden zu anderen Menschen prägen.
Schließlich haben Worte Macht. Der Jakobusbrief hält fest:
So ist die Zunge ein sehr kleines Körperteil, und kann doch sehr viel bewirken!
Das gibt auch das Motto des Glaubenskongresses vom Gemeinschaftsbund eindrucksvoll wieder: Gott wirkt durch Wort, Werk und Wunder (Röm 15, 18f). Nicht umsonst steht das Wort am Anfang: Worte haben bei Gott immer etwas Schöpferisches; aus ihnen kann Neues entstehen. Und wer wünscht sich nicht, dass durch sein eigenes Christsein und durch die Gemeinde aus dem Wort auch praktische Werke und Wundersames entstehen? – Im Gemeinschaftsbund bewegt uns immer wieder dieses Reden Gottes – und unsere ehrfurchtsvolle Antwort:
1. Gottes aktuelle Worte
Gottes Wort ist „der Hammer“ – oder wie es schon Jeremia (23,29) formuliert: Ist mein Wort nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? Dieses Wort ist ganz klar die Bibel: Gibt es nicht immer wieder solche Worte aus DEM Buch, die ich am Morgen lese und die am Tag dann in mein Leben treffend einschlagen, gebraucht werden; mich herausreißen aus Trübsinn oder mir einen Auftrag zu „Werken“ geben? Auch die Schöpfung ist so ein Buch Gottes, wenn wir uns das Wachsen von zarten Kräutern bis hin zu majestätischen Bäumen anschauen.

Gott redet aber auch heute noch ganz direkt. Pastor Andreas Kraft schildert ein Beispiel aus unserer Gemeinde in HH-Harburg, wo Gott durch ein Bild redet (siehe dazu Apg 2,17):
„Eine Ehefrau ist schon länger gläubig, der Ehemann scheut sich davor – wohlwissend, dass das sein Leben spürbar verändern würde. Also bringt er nur Frau und Töchter zum Gottesdienst. Irgendwann beschließt er, doch einmal in einen Gottesdienst hineinzuschauen. Und Gott redet eindrücklich zu seinem Herzen! Während der Lobpreiszeit hat er ein Bild, einen Eindruck, eine Vision vor seinem inneren Auge: Er sieht Frau und Töchter im Licht, sich selbst aber in Dunkelheit. Tief erschrocken kommt er anschließend zu mir; er tut Buße und kehrt von ganzem Herzen um. Ein sehr bewegender Moment! Inzwischen ist er getauft und ein mutiger Zeuge Jesu Christi geworden. Halleluja!“
2. Meine aktuellen Worte und Melodien für Gott
Wenn wir Gott reden hören, ist Anbetung eine natürliche Antwort. Worte der Anbetung haben über alle Kontinente und Zeiten hinweg einen trag-fähigen Partner gefunden: Melodien tragen diese Worte so gerne zu Gott. Bei einem unserer Kongresse hat uns „Windsis-worship.de“ geleitet, unsere Worte der Liebe zu Gott zu formulieren, herauszusingen und in der Seele zu behalten.

In einem spannenden Interview haben wir Isabel und Danilo Windsheimer gefragt, was sie motiviert, neben ihren Berufen berührende Anbetungsvideos und Konzerte zu gestalten: „Die Liebe Gottes, die wir selber in der Anbetung spüren können, treibt uns an … Wir sehen es gar nicht als „Dienst“, sondern als Privileg … Die Feedbacks von Menschen, die ihr Herz für die Liebe Gottes durch die Musik geöffnet haben, gibt uns viel Motivation.“ Wer dieses Interview liest und die zugehörigen Clips anschaut, wird spüren, dass Gottes Liebe sehr wohl durch den Heiligen Geist in Menschenherzen eingepflanzt ist, wie es in Römer 5 steht.
So helfen sie und andere Musiker, diese Sprache der Liebe zu Gott zu kennen und zu pflegen – mit Texten, die nicht einfach „easy“ zu singen sind!
Die Liebe Gottes ist ausgegossen worden in unsere Herzen durch den heiligen Gottesgeist, der uns geschenkt wurde. Römer 5,5
Gott redet immer wieder neu
Wir sind gespannt, wie Gott durch gesprochenes und schöpferisches Wort beim kommenden Glaubenskongress Ende Oktober wirken wird. Sein Wort möchte immer wieder neues schaffen. Und die Frage steht an jeden persönlich: Habe ich tatsächlich die Erwartung, dass das geschieht? Bin ich gespannt auf immer wieder neues und überraschendes Reden des Höchsten in meinem Leben?
Hinweise: Alle Bilder dieses Beitrags sind Momentaufnahmen aus dem aktuellen Musikvideo „Du bist“, auf dem Isabel und Danilo Windsheimer einen Text vor Gott bringen, den Noelle Windsheimer geschrieben hat.
Dieser Text wurde auch der Zeitung „Unterwegs“ zur Verfügung gestellt und erschien dort im August 2025.
