Muttertag. Wem gratuliere ich?

Persönliche Gedanken zu einem ganz persönlichen Gedenktag

Am Sonntag, ist wieder Muttertag. Ein Tag des Dankes an alle Mütter, die in ihrem Bauch und ihrem Haus haben uns Kinder gedeihen lassen.
Wenn Gott uns ganz zentral in den Zehn Geboten das Ehren der Eltern als Aufgabe und gleichzeitig Segensquelle nahelegt, dann gehört auch dieses Geschenk unserer Mutter an uns zu dieser Würdigung unserer Vorfahren. Ohne Mutter wären wir alle nicht auf der Welt.

Meine Gedanken gehen indes im Jahr 2024 zu den Kindern, die durch die so genannte Leihmutterschaft auf die Welt gekommen sind. Das Thema ist mir durch die Expertise, die unserer Regierung kürzlich vorgelegt wurde und auch das Buch „Ich kauf mir ein Kind“ gerade neu auf das Herz gelegt worden.

Für diese Kinder wird sich die Frage stellen: Wer ist eigentlich meine Mutter: Die Frau, die mich erzieht? Der Mann, bei dem ich zu Hause bin? Die Frau, die mich in einem anderen Land der Erde zur Welt gebracht hat? Oder diejenige, die ihre Eizellen dafür zur Verfügung gestellt hat? Oder alle zusammen? Welchen „Mutterschoß“ kann das Kind so fühlen, dass es am Sonntag danken kann?

Es ist eine kniffelige Frage – aber der Muttertag erinnert eben doch an diese ganz existentiellen Fragen. Ohne Mutter geht es nicht. Das ist übrigens auch gerade im Mai, wo wir diesen Ehrentag feiern, in der Natur ganz deutlich: Da sehe ich Vogelmütter wochenlang tapfer brüten, nachdem sich Männchen um den sichersten Brutplatz gestritten hatten. So ist das Leben eingerichtet. Jahr für Jahr. Jahrhundert für Jahrhundert. Tiere, Menschen, Natur – Schöpfung.





Am Ende meines Nachsinnens, wie es wohl den Kindern ohne eindeutige und gefühlte Mutter geht, bleibt eines stehen – muss stehen bleiben, was in Psalm 139 steht – für jedes Kind dieser Welt:

„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde.
Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.“

Ach – und dann steht im folgenden Vers: „Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!“ – Ja, so ist es. Besonders in der Frage, wie das mit der Mutter ist.

Pastor Steffen Klug.

Hinweis: Zu dem genannten Buch gibt es am 27.5. eine Vorstellung via Zoom. Wer dabei sein möchte, kann sich via Mail gerne anmelden.

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