Wir dürfen Pflegekräfte sein!

 

„Eben-Ezer <1. Samuel 7, 12>“,

 

das war mein knapper Kommentar zu meinem Beitritt zum gerade erst gegründeten Gemeinschaftsbund der EmK am 12.2.21.
Samuel errichtet nach gewonnener Schlacht gegen die Philister einen Gedenkstein mit dem Kommentar: „Bis hierher hat uns der HERR geholfen.“ Er nennt ihn „Eben -Ezer“ – auf Deutsch „Stein der Hilfe“. Auch die Konstituierung des Gemeinschaftsbundes am 12. Februar wäre ohne die gnädige Hilfe des lebendigen Gottes undenkbar gewesen. Was vor zwei Jahren nur als vage Vorstellung in einigen Köpfen vorhanden war und nach den ersten Zusammenkünften des Runden Tisches mehr als fraglich erschien: Durch Gottes Gnade ist es Wirklichkeit geworden.
Anlass zur Dankbarkeit? JA.
Grund, die Hände in den Schoß zu legen? NEIN.
Denn auch diese Gabe unseres Herrn ist zugleich Aufgabe. Am Tag nach der Gründung in Braunfels fiel der Satz: „Wir lernen gerade laufen – und sollen schon tanzen.“ Das heißt wohl: Jetzt geht die Arbeit erst richtig los; und die wird nicht leicht sein.
Wenn uns also daran gelegen ist, dass der Gemeinschaftsbund Gestalt an nimmt, bleiben wir angewiesen auf die Hilfe dessen, der nicht nur Helfer heißt, sondern auch Helfer ist: Jesus-Jeschua. Doch das ist zugleich verheißungsvoll; denn Jesus ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe (Hebräer 13, 8). Der, der bis hierher geholfen hat, wird es auch weiterhin tun. Aber ER will gebeten sein. Das Leitungsteam und alle, die sich für den Bund verantwortlich wissen, benötigen „Schützenhilfe“. Unsere „Waffe“ ist das Gebet, konkrete, gezielte, treue Fürbitte für die nächsten Schritte, zaghafte und zugleich mutige Schritte. Mögen daraus feste Lauf-Schritte werden.
Hinsichtlich der Tanz-Schritte gilt Prediger 3: „Alles hat seine Zeit“
Und immer wieder muss auch die herzliche Dankbarkeit zu ihrem Recht kommen: die Dankbarkeit dafür, dass am Runden Tisch schließlich nicht Rechthaberei triumphiert hat, sondern die Liebe Jesu, die eine Frucht des Heiligen Geistes ist. Dieser versöhnliche Geist, der konträre Auffassungen respektiert, war auch in der Gründungsversammlung am 12./13. Februar zu spüren. Dieser Geist muss aber auch weiterhin unser Denken, Beten, Tun und Lassen bestimmen. Und die Liebe Jesu gebietet es, dass wir nicht nur die Verantwortlichen im Gemeinschaftsbund betend unterstützen, sondern auch unseren Bischof Harald Rückert und die Superintendenten in unsere Fürbitte namentlich einschließen.
Das noch junge, zarte Pflänzchen – genannt Gemeinschaftsbund der EmK – bedarf liebevoller, behutsamer Pflege. Wir dürfen Pflegekräfte sein!

Hans Jakob Reimers

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